Abwasserverband Untermain
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Abwasserverband Untermain - Kläranlage Kleinostheim 

Die Kläranlage des Abwasserverbandes Untermain, bestehend aus den Mitgliedsgemeinden Kleinostheim, Mainaschaff, Stockstadt und dem Stadtteil Hörstein der Stadt Alzenau, sowie dem Ortsteil Dettingen der Gemeinde Karlstein, wurde im Jahre 1971 geplant und genehmigt. Die Bauzeit für die Kläranlage belief sich von 1973 bis 1975. Die Kläranlage bestand bis zum Umbau im wesentlichen aus folgenden Anlagenteilen:
- Ein- und Auslaufbauwerk
- Maschinenhaus 1 mit Rechenanlage
- Sandfang
- Zulaufmengenmessstelle
- Vor- und Regenklärbecken mit Pumpenkeller
- Zwischenpumpwerk
- Belebungsbecken
- Nachklärbecken
- Voreindicker
- Zwei Faulbehälter
- Nacheindicker
- Zwei Gasbehältern
- Schlammpolder
- Maschinenhaus II mit Heizungsanlage
- Betriebsgebäude
- Betriebswasserbrunnen

Das Abwasser der Mitgliedsgemeinden wird über zwei Hauptsammler zum Kläranlagengelände geführt.

Die Abwasserreinigungsanlage erfüllte die geforderten Richtlinien im Hinblick auf den Abbau der organischen Kohlenstoffverbindungen, nicht aber den neu geforderten Abbau der Nährstoffverbindungen.

Zur Aufzeichnung der Möglichkeiten der Kläranlagenumstellung auf die gesetzlich geforderte Stickstoff- und Phosphorreduzierung wurde im Januar 1989 vom Ing. Büro Jung, vormals Breitenbach, eine Studie erstellt. Auf Grundlage dieser Studie wurde im März 1989 die Planung einer Lager-, Löse- und Dosierstation für Eisen-Il-Sulfat gefertigt. Die Anlage wurde im März 1990 ausgeschrieben und danach errichtet. Sie bewirkte vorab eine Reduzierung der dem Main zugeführten Phosphorverbindungen.
Als Weiterentwicklung der Studie wurde im Juli 1989 ein Rahmenentwurf erarbeitet, welcher im Dezember 1989 ergänzt wurde.
Die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen beinhalten die im Rahmenentwurf bzw. den Ergänzungen angeführten Ausbauvorschläge. Diese sind im einzelnen:
- Umbau des vorhandenen Regen- und Vorklärbeckens
- Umrüstung des vorhandenen Belüftungsbeckens
- Neubau eines Belüftungsbeckens mit 4.550 cbm
- Gebläsestation mit Pumpenkeller
- Neues Nachklärbecken
- Uberschussschlammvorentwässerung
- Klärschlammstapelbehälter
- Auslaufmessung

Der Main dient als Vorfluter für die Kläranlage Untermain. Dort wird das gereinigte Abwasser in ca. 200 m Entfernung von der Kläranlage eingeleitet. Um Störungen und Gefährdungen durch Hochwasser vorzubeugen, ist die Kläranlage mit einem Hochwasserschutzdamm umgeben und mit einem Hochwasserpumpwerk ausgerüstet.